Kaffee oder Espresso? - Das ist hier die Frage!

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Kaffee – Der Liebling vieler Deutscher - und das nicht nur am Morgen. Pro Sekunde trinken Deutsche 2315 Tassen Kaffee. Egal ob geschüttelt oder gerührt – auch die Mixgetränke haben eine florierende Nachfrage bei den Konsumenten. Doch wo liegt der Unterschied zwischen einem Espresso und einem Kaffee?

 

Der Filterkaffee ist ein sehr facettenreicher Genosse. Es gibt unzählige Varianten ihn aufzubrühen, aber bestimmte Parameter sollten dabei beachtet werden. Zunächst ist ein großer Unterschied zwischen dem Mahlgrad. Für den Filterkaffee werden die Bohnen gröber gemahlen, als für den flotten Espresso. Im Anschluss wird dann mithilfe eines Filters der Kaffee mit kreisenden Bewegungen aufgebrüht. Das Wasser sollte dabei eine Temperatur zwischen 88°C und 96°C haben. Die Menge kann von 100ml bis mehreren Litern (wie für den Gastrobereich) variieren. Die Brühzeit liegt meistens zwischen 2-6 Minuten.

 

In der Kürze liegt die Würze – Der Espresso

Bei dem Espresso hingegen ist die Zubereitung sehr klar standardisiert. Zunächst haben wir einen feineren Mahlgrad vorzufinden. Der Grund ist der, dass Espresso in einer deutlich kürzeren Zeit zubereitet wird und die Aromen sich so besser extrahieren lassen. Mit einer Durchlaufzeit von 25-35 Sekunden und einem Druck von 6-9 bar, ist er deutlich schneller Unterwegs. In der Regel wird für einen einfachen Espresso 7-10 Gramm und für einen Doppio eben dann bis zu 20 Gramm verwendet. Bei 88°C bis 97°C (je nach Geschmack) wird mit dem Siebträger aufgebrüht und ergibt es etwa 30 Milliliter pures Geschmackerlebnis. Dabei ist die Crema eines Espresso unverwechselbar. Sie entsteht während des aufbrühen, wenn aus dem Kaffeemehl das CO2 herausgelöst wird. Darin sind neben Schwebestoffen auch Fette in der Crema enthalten. Ein Espresso wird in der Regel in einer kleinen dickwandigen Tasse mit einem Glas Wasser serviert und der Geschmack ist sehr intensiv konzentriert. Ganz im Gegenteil dazu der Filterkaffee. Die Konsistenz ist transparenter und dezenter im Geschmack. Woraus du den Kaffee trinkst, gibt es fast keine Grenzen gesetzt. Egal ob aus dem Pott, Tasse oder Glas.

 

Das interessiert die Bohne!

Und nun zu guter Letzt zu der Bohne. Lange Zeit konnte man auch an der Farbe der Bohne erkennen, ob es sich um eine Espressobohne oder eine Filterbohne handelt. Oft ist dies auch der Fall, jedoch etablieren sich am Markt immer mehr auch helle Röstungen, sodass es eine schnelle optische kaum Möglich ist. Weshalb Espressobohnen i.d.R. dunkler sind, liegt in der Röstung. Je länger eine Bohne geröstet wird, um so weniger Säure ist enthalten, die Röstaromen werden stärker und dominieren über die fruchtigen Nuancen. Mit der Zeit wurde eher die Bitterstoffe in einem Espresso bevorzugt, gegenüber den Fruchtsäuren.

Aber ein neuer Trend sorgt für neue Geschmackserlebnisse! Die Bohnen werden wesentlich heller und schonender geröstet. Die fruchtigen Geschmacksnuancen haben so mehr Chancen sich durchzusetzen. Eine äußerliche Unterscheidung von Espressobohne und Filterbohne lässt dieses Verfahren jedoch nicht mehr so leicht zu. Es gibt auch Röstereien, die keinen Unterschied zwischen den beiden Röstungen machen, da Sie der Überzeugung sind, dass diese für beide Zubereitungsarten geeignet sind.

Ganz gleich wie du dich entscheidest, ob eine helle Röstung, dunkle Röstung, kräftig nussiger Geschmack oder fruchtige Aromen. Probiere Sie und finde es heraus.